Denkmalstiftung Walder Kirche e.V.

Geschichte der Kirche und Gemeinde

Die nachreformatorische Zeit

Über 500 Jahre lang haben die Katholiken hier die Glocken geläutet bis am 11.09.1591 - nach der Reformation durch Martin Luther - die Gemeinde evangelisch-reformiert wurde.

Der heutige - spätbarocke - Turmhelm datiert wahrscheinlich aus dem Jahre 1731. Es hatte nämlich der Blitz in den alten - ursprünglichen - Helm aus Holz eingeschlagen.

Erstmals wurde im 18. Jahrhundert erwähnt, dass der Turm verputzt sei. Bis dahin war er wohl offen in Bruchsteinmauerwerk gehalten.

1781 wurde das Kirchendach ausgebessert. 1792 aber war das Tonnengewölbe wiederum völlig desolat. Daraufhin erstritt sich die Gemeinde in einem Gerichtsprozess mit der Äbtissin von Gräfrath eine Summe von 2.485 Reichstalern zur geplanten Sanierung des Schiffs. Kirchturm und Chor waren dennoch im tadellosen Zustand, da die Gemeinde bzw. ihr Pastor sich in privater Initiative stets selbst darum gekümmert hatten.

Das Kloster Gräfrath ging daraufhin in die Revision - verlor dort aber erneut den Rechtsstreit.

Da in den Wirren dieser Zeit - 1789 war die Französische Revolution - aber ganz andere Probleme im realen Leben auftraten und Flüchtlinge und Besatzungstruppen den Alltag bestimmten, ging der Zahlungsanspruch klanglos unter, als 1803 das Kloster Gräfrath aufgelöst wurde. 1804 stürzte bei einem Sonntagsgottesdienst das Dachgewölbe ein - und bis zum Wiener Kongress war noch ein weiter Weg.

Daraufhin zimmerte man gegenüber - etwa dort wo heute die Deutsche Bank steht.- eine einfache Notkirche, die die Gemeinde bis zum Pariser Frieden hinüberrettete. Geld war sowieso keins vorhanden und so konnte erst danach im September 1814 das Presbyterium sich erste Gedanken über ein neues Kirchenschiff machen. Es wurde beschlossen, einen Baumeister zu suchen und bei der neuen Regierung in Düsseldorf einen Antrag zu stellen.

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Kirchturm